[personal profile] nathalia
 Es juckt mir in den Fingern, anzufangen, Demyans Geschichte zu schreiben. Ich will sie auf Papier sehen, ich will, dass sie mehr als eine Idee in meinem Kopf ist, ich will nachweisen können, wie die Idee sich zu mehr entwickelt hat. Ich will Demyans Geschichte mit anderen teilen -- mehr, als ich je zuvor eine andere Geschichte mit jemandem teilen wollte.

Das soll nicht heißen, dass Demyan die beste Idee ist, die ich je hatte, das zweifle ich stark an. Es ist nur so, dass es eine schöne, abgeschlossene Geschichte ist und nicht irgendsoeine, die man sich von einem Tag auf den anderen ausdenkt, denn die Basis für diese Geschichte ist jetzt schon drei Jahre alt. Ich habe mit vierzehn die anfänglichen Ideen gehabt und mit als ich jetzt vor kurzem mit siebzehn die Originalidee wiedergefunden habe, war es, als wäre ein Schalter in mir angeknipst worden. Ich spüre einen unwiderstehlichen Drang, diese Geschichte zu schreiben.

Je mehr ich mich mit ihr befasse, desto schlimmer wird es, desto realer werden die Personen, vor allem Demyan, der Alte und Dona, die für meine Geschichte viel wichtiger wird als Aliya, einfach, weil Dona soviel mehr Energie hat und eine starke Frau ist. Das ist Aliya zwar auch, aber ihre Stärke liegt in anderen Dingen und wird nicht so deutlich wie Donas und das, obwohl Aliya schon immer im Konzept war, Dona erst in V2 dazugekommen ist, aber sie ist einfach so eine coole Person und ich kann es kaum erwarten, sie, Demyan und alle anderen endlich zu schreiben.

Doch es sind noch unendlich scheinende zweiundzwanzig Tage. Ich habe mir überlegt vorher anzufangen, aber irgendwie wäre das einfach gegen die Idee von NaNo und ich will das einhalten. Demyan muss warten und kann in der Zwischenzeit hoffentlich noch weiter gedeihen.

Erst heute in Englisch habe ich mir den groben Inhalt des Prologes sowie der ersten vier Kapitel skizziert. Hauptsächlich solche Dinge wie die Stimmung, die Personen. Wirklich nur sehr grob, aber es hat mich auch so unglaublich befriedigt, etwas getan zu haben, weitergekommen zu sein.

Das hier wird anders als mein NaNo im letzten Jahr. Diesmal will ich vorher den Inhalt kennen, ich weiß, auf welches Ende ich zuerzähle, ich weiß, dass neben den oben genannten Personen auch Riez und Mentis wichtig werden. Ich weiß vieles. Und das, obwohl ich noch gar nicht lange am Konzipieren bin, das meiste nur im Kopf, nicht aber auf Papier habe (ich gebe zu, so ist das meistens).

Demyans Geschichte ist anders als die Misfits, denn die Misfits liebe ich sosehr, dass ich kein definitives Ende für sie festlegen möchte, ich will immer weitererzählen. Es geht nur um Demyan (natürlich auch um Dona und Riez, aber hauptsächlich um Demyan und den Alten), nicht um eine ganze Gruppe von Personen, was bedeutet, dass es nicht viele parallele Handlungsstränge gibt, die ich zwar liebe, aber für das ist nur Damyans Geschichte, nicht die einer Gruppe von Freunden.

Ich weiß schon jetzt, dass Demyans Geschichte etwas besonderes wird, auch wenn ich nicht sagen kann, warum ich das weiß. Ich habe einfach dieses Gefühl der Zuversicht in mir. AC und Silly wissen, um was es geht, sonst weiß niemand von den Wendungen und auch SIlly weiß es nur grob. AC kennt die Geschichte ganz gut, aber sie ändert sich ja konstant, entwickelt sich weiter. Erst heute habe ich durch Zufall eine perfekte Methode gefunden, etwas zu etablieren, ohne dass es sich aufgezwungen fühlt, was mich bei den Ideen davor immer gestört hat. Jetzt aber passt es sehr gut ins Bild und ich bin unglaublich froh darüber, denn in dieser Geschichte geht es noch mehr als bei den Misfits um Details (und ich will wirklich nciht von den Misfits wegnehmen, ich liebe sie, aber sie sind ganz anders als Demyan und ich liebe sie zu sehr, um sie in diesem Augenblick zu teilen, egal mit wem). Bei Demyan ist es aber so, dass ich von einem Augenblick auf den anderen entschieden habe, dass ich diese Geschichte nciht für mich behalte und das unterscheidet sie von den Misfits, bei denen ich immer zurückgehen und etwas ändern kann. 

Ich will, dass der November bald kommt, damit ich endlich mit Schreiben anfangen kann. Ich bin mir sicher, dass ich Demyans Geschichte nicht in einem Monat schreiben werde, doch in dieser Zeit werde ich mit der ersten Rohfassung schreiben, die ich danach vervollständigen, ausbessern und perfektionieren werde. Es ist einfach der Anfang und dafür ist NaNo perfekt, denn es geht ja darum, nicht stundenlang an einem Abschnitt zu tüfteln, ihn tausendmal umzuschreiben. Es geht darum, die Geschichte auf Papier zu bringen. Sie zu verbessern ist der nächste Schritt, mit dem ich erst ansetzen werde, wenn die erste Fassung ganz fertig ist.

Ich bin so aufgeregt. Ich glaube, das merkt man auch daran, dass ich andaudernd über Demyan schreibe.

Date: 2007-10-10 03:14 pm (UTC)
From: [identity profile] kin-thalas.livejournal.com
Nicht reden, einfach tun! ^_^

Date: 2007-10-10 03:51 pm (UTC)
From: [identity profile] nathskywalker.livejournal.com
Ich kann zur Zeit aber leider nichts anderes tun als darüber zu reden, weil ich nicht schreiben kann. Nicht bis zum ersten November, weswegen ich nichts anderes tun kann als Notizen zu machen, mir zu überlegen, wie ich es genau machen will, und eben darüer zu reden. Dass ich darüber rede, ist ein Beweis dafür, dass es mich sehr beschäftigt, gewöhnlich genügt es mir, sehr viel dazu aufzuschreiben, was ich ja auch tue, ich habe mir ein Notizbuch angelegt, in das alles, was mit Demyan zu tun hat, reinkommt, statt es wie gewöhnlich in mein normales Notizbuch (das auch fast wieder voll ist) zu schreiben.

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nathalia

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