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I'm really proud, I hadn't expected as much on the first day. To celebrate, a little excerpt:
„Ich bin trotzdem neidisch, ich hätte nichts gegen einen Pulitzer“, wiederholte Cindy.
„Du kannst wie schon gesagt meine Urkunde haben, ich will sie nicht.“
Cindy, blond, Mitte dreißig und im Besitz von tollen Beinen, schüttelte den Kopf. „Sie gehört dir, dein Leitartikel war hervorragend und außerdem würde es mir nichts bringen, deine Urkunde bei mir zu Hause aufzuhängen, schließlich steht nicht mein Name drauf.“
„Das können wir ändern“, grinste Amos.
Bevor Cindy dazu etwas sagen konnte, hörte sie ein Räuspern hinter sich und drehte sich im Stuhl herum, um den Chefredakteur, Werner Damson, zu erblicken, der gerade damit beschäftigt zu sein schien, seine perfekt manikürten Fingernägel zu inspizieren.
„Ich dachte, du hättest einen Preis für einen guten Artikel bekommen, Amos, nicht für kontinuierliches Tratschen während der Arbeitszeit.“
Amos sah seinen Chefredakteur, einen kleinen Mann, der immer ein Hemd und ein kariertes Jackett trug -- auch wenn das oft nicht zu seinem Hemd passte -- an. Sein Haar, das wahrscheinlich einst braun gewesen war, jetzt aber eher grau wirkte, wenn auch noch mit einem Anflug Farbe, neigte zum Ausfall am Hinterkopf, was der Mann aber sehr gut zu vertuschen wusste, nicht nur, indem er sein Haar aufwendig zurechtkämmte, sodass es diese Stelle bedeckte, sondern auch, indem er sich über andere Männer lustig machte, die langes Haar hatten.
Ein Anflug eines leichten Grinsens umspielte Amos’ Lippen, was sehr häufig vorkam, was das freche Grinsen doch Amos Erkennungsmerkmal. „Superman darf auch öfter die Welt retten und muss nicht so viel arbeiten, seit er den Pulitzer hat, ich dachte für mich gilt das Selbe.“
Cindy kicherte bei diesem Kommentar.
„Oh nein, Amos, du wirst jetzt noch härter arbeiten müssen, schließlich bist du jetzt ein Vorzeigejournalist.“
„Ende dreißig, single, Workoholic? Mir sagt immer jeder, dass sei nicht gut.“