Als ich mich heute von Anna, Niklas, Alexandra und Krissie getrennt habe, war das Ende des Gespraechs Annas Frage: "Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass Nath Outsider ist?", auf die ich mit ja antworten musste. Es war ein wunderbares Gespraech im Bus von Santiago nach Viña, das von alleinerziehenden Muettern / Vaetern und deren Attraktivitaet auf das andere Geschlecht zu Sternzeichen gefuehrt hat und einfach nur merkwuerdig war und Anna von Harry Potter losgerissen hat. Sie ist jetzt bei Kapitel 30, "The Sacking of Severus Snape". Nicht mehr lange bis zu meinem Liebligskapitel, "The Prince´s Tale".
Jedenfalls waren wir heute in Santiago und ich habe die Gasmaske, die Alejandro mir gestern ernsthaft angeboten hat, nicht gebraucht, obwohl die Luft wirlich unangenehm war. Ich glaube, in Santiago de Chile scheint die Sonne nie, denn es gibt immer, aber wirklich immer soviel Smog und ich glaube heute war es besonders schlimm.
Wir waren bei La Moneda, Plaza de Armas und San Cristobal, sowie in einer grossen Kirche, deren Namen ich nicht kenne, aber die eine Diskussion ueber die Unfreundlichkeit des Christentums hervorgerufen hat. Denn wer will schon einer Religion beitreten, die so dunkle, kalte Gebaeude hat; Anna war damit ueberhaupt nicht einverstanden, weil sie ja Katholikin ist, aber ich finde schon, dass da was dran ist, ich war ja ein Vertreter der Meinung, dass katholische und evangelische Kirchen eher abschreckend als einladend sind und ich da schon buddhistische Tempel bevorzuge, was Niklas natuerlich erfreut hat.
Wir waren dann auch irgendwo bei einer grossen Jungfrauenstatue und auf dem Weg dorthin haben wir Niklas alle damit aufgezogen, dass er zur Jungfrau wollte und dass er sich ja nicht sicher sein kann, dass sie noch Jungfrau ist. Sein Argument, dass sie eine Heilige ist, war nicht sehr ueberzeugend, vor allem weil dort gerade Bauarbeiten stattfinden und die Bauarbeiter uns vier (Niklas nicht, zumindest glauben wir das) begafft haben. Da hat es doch bestimmt jemand geschafft, die Jungfrau zu entjungfern.
Es war ein sehr lustiges Gespraech. Unsere Haarfarbe hat generell ziemlich viel Aufmerkeit auf sich gezogen, bei einem Strassenverkaeufer habe ich das sehr unterhaltsame Gespraech belauscht: "Welche von denen wuerdest du denn nehmen?" - "Alle." Ob das unbedingt schmeichelhaft ist, weiss ich nich und ich glaube, Niklas war wieder nicht eine der Optionen.
Ale fand ihr Geburtstagsgeschenk schoen, was es auch wirklich war. Krissie und die andere Anna haben was Schoenes ausgesucht. Morgen muessen wir Rechnungen begleichen, weil ich noch meinen Teil des Geschenks bezahlen muss und die anderen mir noch alle das Geld fuer die Fahrt nach Santiago und Niklas die Rueckfahrt schulden.
Als wir Empanadas essen gegangen sind, ist alles sehr bizarr geworden, weil die Aehnlichkeiten zwischen mir und Niklas mal wieder aufgeflammt sind. Wir haben zuerst die gleiche Empanada bestellt, wobei anzumerken ist, dass ich nicht wusste, was er nimmt, und wenn wir eine zweite genommen haetten, waere es nochmal die gleiche gewesen. Immer sehr merkwuerdig, auch wenn ich mich langsam daran gewoehnen koennte. Es ist einfach komisch jemanden zu haben, der genau die gleichen Sachen wie du mag / nicht mag und auch manchmal deine Gedanken laut ausspricht. Anna findet es lustig, ich finde es beunruhigend.
Ich bin schon wieder voll muede, aber ich kann jetzt unmoeglich schlafen gehen -- es ist erst 20:40 Uhr. Ich werde wohl ein bisschen lesen muessen, obwohl ich nicht wirklich Lust habe und einfach nur schlafen will. Santiago war anstrengend.
Mein Stundenplan fuer morgen, mal nachschlagen: Bibliothek, Spanisch, Englisch, Englisch, Bibliothek, Philosophie. Und um 14:00 Uhr muss ich mich mit Frau Labra treffen. Als wir sie heute morgen in der Schule gesehen haben, hat sie gemeint, sie will die Hamburger um 14:30 Uhr sehen, die Berliner um 14:00 Uhr. Ich wollte schon gluecklich grinsen, weil sie sich nicht mit den Weil der Staedtern treffen will, aber dann hat sie gesagt, dass ich mit zum Treffen der Berliner kommen soll. Muss ich Vanessa sagen, sonst sitze ich am Ende allein unter Berlinern. Aber ich bin ja sowieso immer in der Minderheit, wenn wir weggehen, weil in unserer Gruppe immer mehr Hamburger und Berliner sind, ich bin die einzige aus Weil der Stadt, weil Vanessa ja immer mit Sarah und Johann was macht und nicht mit uns. Obwohl Alice und Flo, zwei der Hamburger, ja jetzt kaum noch was mit uns machen, obwohl wir waehrend der Nordenfahrt voll zusammenhingen.
Jedenfalls waren wir heute in Santiago und ich habe die Gasmaske, die Alejandro mir gestern ernsthaft angeboten hat, nicht gebraucht, obwohl die Luft wirlich unangenehm war. Ich glaube, in Santiago de Chile scheint die Sonne nie, denn es gibt immer, aber wirklich immer soviel Smog und ich glaube heute war es besonders schlimm.
Wir waren bei La Moneda, Plaza de Armas und San Cristobal, sowie in einer grossen Kirche, deren Namen ich nicht kenne, aber die eine Diskussion ueber die Unfreundlichkeit des Christentums hervorgerufen hat. Denn wer will schon einer Religion beitreten, die so dunkle, kalte Gebaeude hat; Anna war damit ueberhaupt nicht einverstanden, weil sie ja Katholikin ist, aber ich finde schon, dass da was dran ist, ich war ja ein Vertreter der Meinung, dass katholische und evangelische Kirchen eher abschreckend als einladend sind und ich da schon buddhistische Tempel bevorzuge, was Niklas natuerlich erfreut hat.
Wir waren dann auch irgendwo bei einer grossen Jungfrauenstatue und auf dem Weg dorthin haben wir Niklas alle damit aufgezogen, dass er zur Jungfrau wollte und dass er sich ja nicht sicher sein kann, dass sie noch Jungfrau ist. Sein Argument, dass sie eine Heilige ist, war nicht sehr ueberzeugend, vor allem weil dort gerade Bauarbeiten stattfinden und die Bauarbeiter uns vier (Niklas nicht, zumindest glauben wir das) begafft haben. Da hat es doch bestimmt jemand geschafft, die Jungfrau zu entjungfern.
Es war ein sehr lustiges Gespraech. Unsere Haarfarbe hat generell ziemlich viel Aufmerkeit auf sich gezogen, bei einem Strassenverkaeufer habe ich das sehr unterhaltsame Gespraech belauscht: "Welche von denen wuerdest du denn nehmen?" - "Alle." Ob das unbedingt schmeichelhaft ist, weiss ich nich und ich glaube, Niklas war wieder nicht eine der Optionen.
Ale fand ihr Geburtstagsgeschenk schoen, was es auch wirklich war. Krissie und die andere Anna haben was Schoenes ausgesucht. Morgen muessen wir Rechnungen begleichen, weil ich noch meinen Teil des Geschenks bezahlen muss und die anderen mir noch alle das Geld fuer die Fahrt nach Santiago und Niklas die Rueckfahrt schulden.
Als wir Empanadas essen gegangen sind, ist alles sehr bizarr geworden, weil die Aehnlichkeiten zwischen mir und Niklas mal wieder aufgeflammt sind. Wir haben zuerst die gleiche Empanada bestellt, wobei anzumerken ist, dass ich nicht wusste, was er nimmt, und wenn wir eine zweite genommen haetten, waere es nochmal die gleiche gewesen. Immer sehr merkwuerdig, auch wenn ich mich langsam daran gewoehnen koennte. Es ist einfach komisch jemanden zu haben, der genau die gleichen Sachen wie du mag / nicht mag und auch manchmal deine Gedanken laut ausspricht. Anna findet es lustig, ich finde es beunruhigend.
Ich bin schon wieder voll muede, aber ich kann jetzt unmoeglich schlafen gehen -- es ist erst 20:40 Uhr. Ich werde wohl ein bisschen lesen muessen, obwohl ich nicht wirklich Lust habe und einfach nur schlafen will. Santiago war anstrengend.
Mein Stundenplan fuer morgen, mal nachschlagen: Bibliothek, Spanisch, Englisch, Englisch, Bibliothek, Philosophie. Und um 14:00 Uhr muss ich mich mit Frau Labra treffen. Als wir sie heute morgen in der Schule gesehen haben, hat sie gemeint, sie will die Hamburger um 14:30 Uhr sehen, die Berliner um 14:00 Uhr. Ich wollte schon gluecklich grinsen, weil sie sich nicht mit den Weil der Staedtern treffen will, aber dann hat sie gesagt, dass ich mit zum Treffen der Berliner kommen soll. Muss ich Vanessa sagen, sonst sitze ich am Ende allein unter Berlinern. Aber ich bin ja sowieso immer in der Minderheit, wenn wir weggehen, weil in unserer Gruppe immer mehr Hamburger und Berliner sind, ich bin die einzige aus Weil der Stadt, weil Vanessa ja immer mit Sarah und Johann was macht und nicht mit uns. Obwohl Alice und Flo, zwei der Hamburger, ja jetzt kaum noch was mit uns machen, obwohl wir waehrend der Nordenfahrt voll zusammenhingen.