Eigenlob in Form von Lob der Misfits
Apr. 1st, 2008 11:29 pmHeute habe ich die beste Verwendung einer Folie gesehen. Dafür verantwortlich war Maritta, die ihren Two Minute Report in Englisch gehalten hat. Thema: Eine Stadt, von der ich noch nie gehört habe, Natchez. Natchez war auch alles, was auf der Folie draufstand. Toll, Maritta!
Morgen ist in der Schule das komische Dings, das ich immer noch nicht verstanden habe. Warum kann es nicht morgens stattfinden? Ich habe keine Lust, den ganzen Nachmittag in der Schule abzusitzen.
Ich hab heute geschrieben. Auf dem Heimweg habe ich mir überlegt, dass Stella, die seit einer Woche unsterblich in Michael Corleone verliebt ist, Bishop mögen müsste und sofort war ihre Person komplexer (das Selbe gilt für Bishop). Ich liebe es, wenn ich Kleinigkeiten einbauen kann, die die Person sofort viel interessanter machen. Eine Liste der sechs Männer, mit denen Stella außerhalb ihrer Ehe etwas anfangen würde, beispielsweise. Basierend auf der Saga des Paten. Den Paten habe ich genommen, weil ich die Trilogie letzte Woche oder so gesehen habe und sie so unglaublich gut ist und Stella ist irgendwie die Person, die diese Meinung vertreten kann. Sie ist diejenige, die den jungen Al Pacino unglaublich attraktiv finden und Kay Adams an meiner Stelle hassen kann, weil es einfach zu ihrer Person passt. Sie ist eine sehr unabhängige Frau, die genau weiß, was sie will, aber trotz ihres Berufes eine Schwäche für solche Filme hat und diese in einem Fall auf das wahre Leben ausdehnt, als sie einen Mann, der die Stellung des Paten in ihren Augen vertritt, besser kennenlernt. Andererseits ist sie obwohl sie Kay Adams aus tiefster Seele hasst, in ihrer Art nicht so anders. Die Parallele ist mir erst später aufgefallen, als ich mir überlegt habe, warum Stella Kay so sehr hasst (nicht nur, weil ich es tue, aus dem Grund, dass ich sie und Diane Keaton nervig finde) und ihre Entscheidung in Teil Zwei ähnelt dem, was Stella auch in einer Phase ihres Lebens durchmacht. Und sie mag Bishop nicht, fühlt sich aber zu ihm hingezogen, als sie die Parallele zwischen ihm und Corleone zieht.
Und Wes' Entwicklung nach einem Monat mit Hobbie als Partner habe ich mir auch angeschaut und mir die Grundlagen dazu überlegt und es ist toll. Das Ziel der Person Hobbies ist ja unter anderem das, Wes weiterzuentwickeln, ihn zu einem reiferen Mann zu machen und als ich mir das ganze im Episode-Format angeschaut habe, ist mir erst wirklich klargeworden, dass Hobbie Wes innerhalb kürzester Zeit zu einem toleranteren Menschen macht, wogegen Kev, der etwa genauso liberal wie Hobbie ist, wenn nicht noch mehr, in einem Jahr, das er mit Wes verbringt, nichts in der Art hinbekommt und es ist einfach faszinierend, weil ich das so nicht direkt beabsichtigt hatte. Es ist mir erst klar geworden, als ich mir angeschaut habe, wie Wes und Hobbie sich besser kennenlernen, weil Wes zu Beginn sehr wenig von Hobbie hält und kurze Zeit später ersetzt Hobbie Kev in Wes' Leben auf mehr als eine Art. Es ist ein so natürlicher Vorgang, dass ich ihn selbst sehr überrascht analysiert habe, nachdem ich das KOnzept aufgeschrieben hatte. Ich bin so unglaublich stolz darauf und will diese im Ep-Format notierten Dinge alle in einem koherenten Text ausschreiben, statt nur Notizen zu haben, weil es so interessant ist.
Seit ich wieder da bin, sprieße ich vor Energie, was mein Schreiben anbelangt. Ich habe mit einem komplizierten Kapitel abgeschlossen, das sich über zwei Monate hingezogen hat und jetzt sind meine Misfits wieder in meinem Kopf. Ich musste nur akzeptierten, dass ich es für unwahrscheinlich halte, dass AC zurückkommt und dafür musste ich sehen, wie es ihr geht. Es ist mir egal, dass sie nicht mehr hier ist, es ist irgendwie einfacher geworden und es fühlt sich nicht falsch an, das zu sagen. Ich habe mich so über sie aufgeregt als ich dort war, bin dazu bereit, den Kontakt mit ihr vollkommen abzubrechen, wenn sie mir das, woran sie gedacht hat, antut, die Familie kaputt macht. Ich komme damit klar und das ist so schwer zu verstehen. Ich habe mich zwei Monate deprimiert mit ihrer Abwesenheit herumgeplagt, aber jetzt komme ich so gut damit klar und das, nachdem ich sie zwei Wochen lang gesehen habe. Ich habe ihr natürlich nicht damit gedroht, den Kontakt abzubrechen, wenn sie ES tut, aber ich weiß, dass ich es könnte. Es würde wehtun und vielleicht zu einer kreativen Pause führen, aber damit könnte ich ausdrücken, was ich empfinde.
Ich weiß nicht, ob V und A wirklich verstehen werden, warum ich plötzlich so gut damit klarkomme, ich tue es selbst nicht. Ich habe noch nicht mit ihnen darüber gesprochen, weil ich eben genau weiß, dass sie es nicht verstehen werden, aber es ist beruhigend zu wissen, dass alles wieder normal wird und das, obwohl es nie wieder so wird wie früher. Ich habe einen großen Einschnitt in mein Leben erlebt, der um ehrlich zu sein seit 2004 auf sich warten hat lassen und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, auch weil ich ganz genau weiß, dass es 2004 noch viel zu früh dafür gewesen wäre.
Ich bin glücklich.